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Buchvorstellung, Brief an eine Lehrerin. Die Schule von Barbiana

Buchvorstellung, Brief an eine Lehrerin. Die Schule von Barbiana, Edizioni alphabeta Vlg. mit/con der Herausgeberin Sabina Langer e Nazario Zambaldi. Einführung und Moderation: Sonja Steger.

ZUM BUCH Die Schule von Barbiana. Brief an eine Lehrerin. Eine Übersetzung und Texte von Alexander Langer. Nachwort von Heidrun Demo. Herausgegeben von Sabina Langer. Verlag alphabeta Edizioni.

Lettera a una professoressa ist eines der wichtigsten Bücher der italienischen Pädagogik der 60er Jahre. Es wurde 1967 von der Schule von Barbiana unter der Leitung von Lorenzo Milani geschrieben. 1970 erschien die deutsche Übersetzung von Alexander Langer. Die Jahre der Pandemie haben alle Schwachstellen der Schule ans Licht gebracht. Dies ist eine gute Gelegenheit sich wiederum mit den Grundgedanken dieses Textes auseinanderzusetzten: die Schule ist immer weniger eine inklusive und demokratische Einrichtung, trotz der heutigen Bemühungen.

Lettera a una professoressa wurde sofort zu einem Vademecum, mit dem demokratische Lehrer:innen neue Unterrichtsformen suchten; es wurde zu einem Manifest für die Studentenbewegung; es wurde zum Gegenstand von Seminaren an allen besetzten Universitäten Italiens; es wurde zu einem Bezugspunkt für alle, die sich für Bildung interessierten.

Der junge Alexander Langer hatte gesehen welche Kraft dieses dünne kollektive Werk hatte. Deshalb sorgte er dafür, es auch den Deutschsprachigen zur Verfügung zu stellen. Langer war vor allem ein Denker und ein Politiker, das friedliche Miteinander war eines seiner Themen. Er war aber auch Journalist, Lehrer und Übersetzter.

Deshalb wird der „Brief“ mit einigen seiner Texte zum Thema ergänzt.

Die Schule von Barbiana (1954-1967) ist eine experimentelle pädagogische Erfahrung, die Lorenzo Milani 1954 in der Nähe von Florenz gründete und bis zu seinem Tod animierte. Lorenzo Milani (1923-1967), ein toskanischer Pfarrer, war Befürworter der Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen und einer inklusiven, demokratischen Schule. Schüler:innen sind die Dorfkinder, die dazu bestimmt gewesen wären, sozial und kulturell untergeordnet zu bleiben. Genau diese Bauernkinder klagen im Brief die Missstände einer auf das Bürgertum zugeschnittenen Schule an.

Alexander Langer (1946-1995) war Lehrer, Journalist, Übersetzer. Von jung auf war er in Vereinigungen und Bürgerinitiativen im Südtirol engagiert. Er war lange Landtags- bzw. Regionalratsabgeordneter Südtirols und gehörte er zu den Gründern der grünen politischen Bewegung in Italien und Europa. Ab 1989 wurde er Mitglied des Europäischen Parlaments und erster Vorsitzender der neugegründeten Fraktion „Die Grünen“.


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